Komeo erfrischt den Geschichtsunterricht - ein Erlebnisbericht

Am Mittwoch, 3. Juni 2026 besuchte die Stufengruppe 3.2 mit ihrer langjährigen Geschichtslehrperson zur Krönung der dreijährigen Zusammenarbeit das Bundeshaus in Bern. Eine spannende Begegnung mit dem Luzerner Nationalrat David Roth, einen Kebab zum Mittagessen und ein Besuch in der Reithalle werden nebst der Zugfahrt zu den Geschichten gehören, welche sich die Beteiligten wohl noch lange erzählen werden.

09. Juni 2026

Um 5.30 Uhr trafen die elf Jungs beim Bahnhof Meggen Zentrum pünktlich ein. Leider fehlte einer der zwölf Knaben der 3. ISS Meggen, welche die letzten drei Jahre zusammen im "Gentlemensclub" den RZG - Unterricht (Geschichte und Geografie - seit Lehrplan 21 Raum, Zeit und Gesellschaft) besuchten. Aber krank ist krank und so reiste die Gruppe leichter reduziert im frühen Zuge nach Bern.

Die Jungs waren mit ihrem im frühen Zug auf den Weg nach Bern.

Komeo erfrischt

Spontan hatten die Jungs zu Beginn der 3. ISS die Idee, dass man nach so langer und intensiver Zeit eine Exkursion, eine Reise, eine Reise nach Berlin unternehmen müsste.

Mit dem offenen Schulhaus zu Beginn des Schuljahres war der Anlass gegeben, den die Jungs nutzen und die Elternschar mit erfrischenden Getränken und Feines von der Bäckerei Kreyenbühl zu bedienen. Die neue Getränkefirma aus Maltes übergab der Lerngruppe ein paar Kartons ihres erfrischenden Getränkes "Komeo", welche die Jungs gut verkauften und den Erlös in die Fachkasse legen konnten. Noch waren damals die Pläne nach Berlin zu fahren, aber aufgrund des vielfältigen Schuljahresprogramms ergaben sich nicht weiter Gelegenheiten eine Reise zu planen. In der Phase der Staatskunde entschied die Gruppe, dass es in die Hauptstadt der Schweiz, ins Bundeshaus gehen soll.

Feine Gipfeli trennten die Gruppe

Eine Gruppe wollte der Lerngruppe eine Freude machen und speziell feine Gipfeli zum Frühstück servieren. Leider verpassten sie dadurch den Zug. Durch eine gute Zusammenarbeit in der Lerngruppe wurden sie schnell umgeleitet und kamen sie schlussendlich nur wenige Minuten später bei der Sicherheitskontrolle vor dem Bundeshaus an. Der Geschichtslehrer bersorgte ein paar Tageszeitungen, damit die Knaben nachlesen konnten, welche Themen am Vortag im Parlament diskutiert wurden. Eifrig und aufmerksam wurde dann ab Sursee in der Schweizer Presse und in den Werbebeilagen gelesen.

Diskutieren mit Mikrofon macht einfach mehr Spass

Im Bundeshaus galt es zuerst die strenge Sicherheitskontrolle zu bestehen. Danach ging es in den Nationalratssaal wo die Knaben aus Meggen gespannt der Debatte zur 13. AHV-Revision beobachteten. Die Jungs stellten erstaunt fest, dass so viele Parlamentarierinnen und Parlamentarier zu spät im Saal eintrafen, dass so wenig Menschen den Rednerinnen und Redner zu hörten. Sie freuten sich Gesichter zu erkennen, die Bundesrätin zu sehen und einfach einmal in diesem wunderbaren Saal zu sein.

Im Anschluss trafen sich die Gruppe aus Meggen mit dem Luzerner Nationalrat David Roth, SP in einem Konferenzzimmer. Im Saal, in dem sonst vertrauliche Diskussionen stattfinden, durften die Schüler alle ihre Fragen stellen. Dadurch lernten sie die Biografie von David Roth, das Leben als Parlamentarier und aktuelle politische Diskussionen kennen.

Als der Gastgeber für eine Abstimmung in den Saal rennen musste, nutze die Lerngruppe den Moment, um die Diskussion mit der Mikrofonanlage weiter zu führen. Die Knaben fanden sichtlich Spass am Sprechen mit dem Mikrofon. David Roth nahm mit einem Lachen zu Kenntnis, dass die Diskussion auch während seiner kurzen Abwesenheit engagiert weitergeführt wurde.

Kebab mit Masse ist nicht zwingend Klasse

Nach dem Treffen mit dem nationalen Parlamentarier suchten die Knaben ein Kebab Restaurant auf, dass sie aufgrund einer Empfehlung entdeckten. Die Gruppe war vor der Erföffnung beim Eingang. Schon bald war sie an der Spitze einer langen Kolone. Durch die Pole-Position konnten die Jungs die wenigen Sitzplätze ergattern.

Die Qualität des Kebabs überzeugte die jungen Politikinteressierten dann doch nicht vollständig. Vielleicht probierenb sie bei einem nächsten Besuch, dann doch das orientalische Restaurant oder die Bäckerei nebenan.

Landjungend in der Reithalle

Als letzter Eindruck aus Bern führte der RZG-Lehrer seine Gruppe an einen national bekannten Platz. Vor der Reitschule Bern - einem alternativen Jugendzentrum - führt er etwas aus, liess dann den Platz mit vielen Graffitis, Plakaten und Bannern für sich sprechen. Die Parolen, Plakate, Warnhinweise gab zu reden. So etwas kannten die Knaben aus Meggen nicht. Neugierig und gespannt spazierten die Jungs dann nach anfänglichen Widerständen durch das Areal und entdeckten noch viele andere spannende Sachen.

Im Grossverteiler im Bahnhof Bern besorgten sich alle für die Heimreise noch eine kleine Erfrischung. Ein letztes Komeo stand noch im Regal, alle anderen wurden bereits verkauft. Das Lager war leer. Komeo hat nicht nur unser Schuljahr erfrischt, Komeo ist in diesem Jahr auch offensichtlich gewachsen.

Auf dem Heimweg wurden die Erlebnisse ausführlich diskutiert. Die Stufengruppe 3.2 der 3. ISS, der Gentlemansclub war sich einig. In Zukunft sollte ein Besuch im Bundeshaus ein Standarf für 3. ISS der Sekundarschule Meggen sein.

Redaktion und Bilder: Pascal Vogel

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