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Das Schulleitbild soll die Architektur, die tragenden Elemente unserer Schule sichtbar machen. Es ist die Grundlage für unsere Bildungs- und Erziehungsarbeit in den Schulhäusern. Jedes Schulhausteam überprüft selbstkritisch dessen Umsetzung in den Jahresplänen und setzt je nach Bedarf Prioritäten.

Das Schulleitbild ist mit Absicht offen und nicht abschliessend formuliert. Zur Weiterentwicklung einer Schule gehört auch das Prinzip der Öffnung. Lehrende, Lernende, Eltern und Behörden sollen als Betroffene zu Beteiligten werden. Das Schulleitbild dient dieser Öffnung. Es soll diskutiert, erweitert und neuen Bedürfnissen angepasst werden.

Die verschiedenen Bereiche unseres Leitbilds:

Ort des Lernens
Unsere Schule fördert selbstverantwortliches Handeln und Lernen

Wir begegnen einander und unserem Lebensraum mit Wertschätzung
Ein wichtiges Merkmal und Ziel unserer Schule ist die Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit
Die schulischen Partner begegnen sich auch bei Schwierigkeiten im Geiste der Offenheit und der konstruktiven Zusammenarbeit
Wir informieren über das Schulgeschehen offen und zweckmässig

 

Ort des Lernens

Schulpflege und Lehrerschaft haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, unsere Schule von heute in grösserer Eigenverantwortlichkeit weiterzuentwickeIn. Wie soll unsere Schule aussehen? Sie soll ein Ort des Lernen sein:

- ein Ort, an dem alle willkommen sind
- ein Ort, an dem Zeit gegeben wird zum Wachsen, an dem gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt voreinander gepflegt wird
- ein Ort, dessen Räume zum Verweilen einladen
- ein Ort, an dem Umwege und Fehler erlaubt sind, an dem Beurteilung und Bewertung der Förderung dienen
- ein Ort, wo intensiv gearbeitet wird und die Freude am eigenen Lernen wachsen kann
- ein Ort, an dem Lernen ansteckend wirkt

 

Unsere Schule fördert selbstverantwortliches Handeln und Lernen

Wir glauben an die natürliche Lernbereitschaft der Schülerinnen und Schüler und fördern ihre Weiterentwicklung zu einer Haltung des selbstverantwortlichen Handelns und Lernens.

Im Mittelpunkt unserer Lernkultur steht das "wie lernen".

Unsere Schule legt großen Wert auf die Entwicklung der instrumentellen Fertigkeiten (Lernen).

Die Schülerinnen und Schüler können die verlangten Denk- und Arbeitstechniken ihrer Stufe entsprechend anwenden. Sie entwickeln schrittweise ihre individuelle Lerntechnik.
Beispiele: Zielschwerpunkte pro Stufe, Klassenjournal, Übergabegespräch

Unsere Schule schafft Zeit für die Reflexion des ganzen Lernprozesses.

Wir nennen die Lernziele. Wir erläutern unser Vorgehen. Wir überprüfen mit den Schülerinnen und Schülern die individuellen Vereinbarungen. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Fähigkeiten einschätzen und erkennen ihre Fortschritte mit Hilfe der Selbst und Fremdbeurteilung.
Beispiel: Klassengespräch, Lernjournal

Unsere Schule fordert Initiative und Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler:
- in der Stoffauswahl
- bei Absprache von Lernzielen
- beim Vorgehen
- in Unterrichtsformen wie Wochenplan, Projektunterricht, Werkstatt, Planarbeit, freie Arbeit

 

Wir begegnen einander und unserem Lebensraum mit Wertschätzung

Das Klima unserer Schule ist geprägt durch den Umgang mit Mensch und Umwelt. Wir achten und schätzen einander und tragen Sorge zu unserem Lebensraum.

Alle Menschen, die unsere Schule bilden, werden in ihren Anliegen und ihren Ideen ernst genommen. Zwischen Lehrern, Schülern, Schulpflege, Eltern und Gemeinde soll ein Austausch und ein Gefühl des Miteinander entstehen.

Stufenübergreifendes Hospitieren und Arbeiten Klassentausch Stufenwechsel der Lehrpersonen Vermehrte Kontakte Lehrer Schulpflege Orte des Dialogs zwischen Elternschaft und Schule schaffen Wertschätzender Umgang bei Auseinandersetzungen zwischen Lehrer Eltern

Unsere Schule fördert das Verantwortungsbewusstsein gegenüber uns und unserem Lebensraum, indem sie:
- Verantwortung übergibt.
- Einsichten in Umweitzusammenhänge anhand von Erfahrungen und Projekten erarbeitet.
- den Austausch mit den Bereichen Gewerbe, Kultur und Kunst in der Gemeinde sucht.
Beispiele: Patenschaft, Klassenrat, Schüler übernehmen Ämter, Biotop, Schulgarten, Fachleute einbeziehen, Lehrausgänge

 

Ein wichtiges Merkmal und Ziel unserer Schule ist die Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit

In unserer Schule streben wir eine echte Gemeinschaft an. Wir nehmen uns immer wieder Zeit, dieses Ziel zu erreichen.

Wir schaffen in der Klasse, im Lehrerteam und im Schulhaus ein Klima des Getragenseins.

Wir begegnen uns in einer positiven Grundhaltung. Wir üben Toleranz und nehmen Rücksicht aufeinander. Wir sind offen und ehrlich zueinander. Wir nehmen uns Zeit füreinander und spüren, wie es den anderen geht. Wir freuen uns gemeinsam über Erfolge und helfen uns gegenseitig bei Problemen. Wir halten gemeinsam getroffene Vereinbarungen ein.

Wir Lehrerinnen und Lehrer arbeiten an einer guten Teamkultur.

Wir beteiligen uns an wichtigen Aufgaben, Projekten, gemeinsamer Weiterbildung, Supervisionen etc., welche die Gemeinschaft stärken. Wir sind offen für neue Impulse und bereit, uns ständig weiterzuentwickeIn. Wir pflegen Traditionen (z.B. Fasnacht, Skitag, Sporttag, Herbstwanderung) und sind offen für neue Ideen. Wir geben auch Privatem und Außerschulischem Raum für gemeinsame Anlässe. Neue Lehrkräfte werden im ersten Jahr von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen begleitet.

 

Die schulischen Partner begegnen sich auch bei Schwierigkeiten im Geiste der Offenheit und der konstruktiven Zusammenarbeit

Wo Menschen zusammenarbeiten, und wo es um viel geht, entstehen Konflikte. Insbesondere Unterricht und Schule sind Unterfangen, die nie vollkommen gelingen. Sie bieten manchmal Anlass für Enttäuschungen und Meinungsverschiedenheiten. Wir anerkennen dies und bemühen uns um eine offene und konstruktive Bearbeitung von Konflikten.

Wir arbeiten an einer guten Feedbackkultur.

Wir geben und empfangen positive und kritische Feedbacks. Wir teilen Beobachtungen als Beobachtungen, Vermutungen als Vermutungen und Gefühle als Gefühle mit. Wir teilen Wahrnehmungen mit und vermeiden vorschnelle Urteile. Wir gehen mit "Hörensagen" besonders vorsichtig um.

Wir halten uns an vereinbarte Regeln der Konfliktbearbeitung.

Bei Kritik halten wir die Betroffenheits Reihenfolge ein: Das Gespräch wird zuerst unter den Direktbetroffenen geführt und erst dann werden nötigenfalls Drittpersonen/ instanzen zugeschaltet. Wir beachten dabei das Recht auf Anhörung. Bei schwierigen Gesprächen kann eine Moderation beigezogen werden. Wir vermeiden Gesichtsverlust, Herabminderung des Selbstwertgefühls und Machtkämpfe. Konfliktgespräche sollten in erster Linie die gegenseitigen Interessen verhandeln.

 

Wir informieren über das Schulgeschehen offen und zweckmässig

Unsere Schule will nicht nur gut sein, sondern das der Öffentlichkeit auch zeigen. Unsere Öffentlichkeitsarbeit will die Rahmenbedingungen für unsere schulische Aufgabenerfüllung erhalten und verbessern. Sie ist langfristig angelegt.

Wir vertreten mit Selbstbewusstsein unsere Schule loyal und kollegial gegen aussen.

Unsere Lehrpersonen suchen und pflegen den Kontakt zu den Eltern. Wir bieten Möglichkeiten zur Einsicht in den Schulalltag. Wir sind offen für konstruktive Mitarbeit durch Eltern und andere Interessierte.
Beispiele: Elternabende, Apéro, z'Morge, klasseninterne Vorstellungen und Aktivitäten, Elternzirkel, Kontaktheft

Unsere Schule informiert initiativ über Schulbelange.

Wir versuchen, Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Wir geben angemessene Möglichkeiten, zu wichtigen Themen Stellung zu nehmen. Bei schwierigen Entscheiden mit wenig Erfahrungswerten werden Lösungen erprobt.
Beispiele: Informationsabende, allgemeine Elternbriefe, GmeindsPoscht

Wir schaffen mit der Öffentlichkeitsarbeit eine wohlwollende Grundstimmung gegenüber der Schule.

Wir berichten über Erfolge und auch über Schwierigkeiten. Wir berichten regelmässig und anschaulich.
Beispiele: Website, Infoblatt, Schulzeitung, Tageszeitung, Radio, Tag der offenen Türe